"Diebe" von Dea Loher

Dreizehn verschiedene Menschen führen ein Leben in urbanen, postmodernen Strukturen.

Zeitweise kreuzen sich die Wege einzelner Personen, trotzdem bleibt jeder mit seinem Inneren

und seinen existentiellen Problemen für sich.

„Ein junger moribunder Versicherungsagent und seine Schwester, die von Wölfen träumt, sowie

deren Vater im Altersheim; eine Supermarkt-Angestellte, die Chefin werden will, und ihr Mann,

ein Polizist; eine schwangere Siebzehnjährige und der viel ältere Kindsvater, ein Wahrheitssucher

bei Herrn und Frau Schmitt; ein betrügerischer Womanizer und eine alte Sängerin, die nach vielen
Jahren ihren Mann vermisst. Dea Loher verknüpft in szenischen Skizzen die Geschichten dieser Figuren

zu einem Netzwerk, in dem sie mit ihren Verlusten wie mit ihren Sehnsüchten gefangen sind. Ein
Tomason sei er, sagt Finn, (…) ein Ding, das – nach der Erfindung eines japansichen Philosophen

– Sinn und Zweck verloren hat, für das es früher mal eine Verwendung gab, an die sich aber heute
niemand mehr erinnert.. Eine Komödie der Tomasone also, eine Sammlung von Lebensresten, ins

Überreale getrieben, oft komisch und grotesk (…) – über die condition humaine im 21. jahrhundert.“
(Zitat …)

 

Semesterprojekt zusammen mit Daniela Bayer

 


Finn Tomason, ehemals Versicherungsvertreter
„Ich aß das,von dem ich nie genug hatte kriegen können, und von dem ich nun zu wenig hatte, in aller Ruhe und bedächtig auf.“
„[...] im Licht des Tages würde er in sich zusammenstürzen, ohne noch einmal zu jemandem gesprochen zu haben.“
Monika Tomasson (Nachnamenszwilling, keine Verwandte)
zielstrebige Verkaufsangestellte
Ira Davidoff, 32, Sängerin
Erwin Tomason

Fotos von Lukas Papierak

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© Dorothea Hoffmann